NEUE Route: Halbumrundung der Ostantarktis von Hobart nach Kapstadt mit der Commandant Charcot (13.2.-23.3.26) - Semicirculation eastern Antarctica from Hobart to Cape Town
For our international shipmates: please use the google translation....
(sofern Internetverbindung besteht, wird alles live am gleichen oder spätestens am nächsten Tag berichtet und hochgeladen, die Verbindung ist Dank "Starlink" generell gut).
Am Freitag Mittag geht es los:
13.02.2026 Frankfurt - Dubai 21:10 - 06:40 (+1) = 6,5 h Flug
14.02.2026 Dubai - Melbourne 10:00 - 06:25 (+1) = 12,5 h Flug, dann Immigration
15.02.2026 Melbourne - Hobart 12:25 - 13:45 = 1,3 h Flug
Macht bei 10 Stunden Zeitverschiebung, in Australien ist es daher früher als zu Hause, mit Anreise und Wartezeiten etwa 40 h...
Wir fahren gegen 12:00 von zu Hause los, parken den Wagen auf einem Mietplatz und dann geht es mit dem Shuttle zum Terminal. Gepäck abgeben und in der Lounge Kaffee trinken. Die Anreise wird knapp 2 Tage brauchen. In Hobart haben wir einen Sicherheitstag eingeplant, den wir zum Ausschlafen nutzen werden. Die Zeitverschiebung beträgt immerhin 10 h und wir kommen aus dem Winter in den Sommer. Nahe am Hafen gelegen, wollen wir das dortige Antarktis-Museum besuchen: hier gibt es eine Replik der Mawson Hütte, die wir auf der Fahrt am Kap Denison vielleicht besuchen werden. Am 17.2. geht es dann mit dem Taxi zum Kreuzfahrtterminal, um dort um 16:00 auf der Charcot einzuchecken. 2024 sind wir von Neuseeland (Christchurch) aus zu unserer zweiten Semi-Westantarktis aufgebrochen.

Wir werden auf einer neuen Route erstmals um einen großen Teil der Ostantarktis bis zur Höhe des Amery Shelfeis fahren, um dann nach Norden "abzubiegen" Richtung auf die Französischen Subantarktischen Inseln, dem Crozet-Archipel bis zu den Kerguelen-Inseln mit ihren Goldschopf- und Königspinguinen. Hoffentlich können wir dort als frz. Schiff anlanden. In Kapstadt werden wir die Schiffsreise beenden. Hier bleiben wir noch einige Tage, um uns vor allem die Brillenpinguine anzusehen, die wir noch nicht kennen. Dann haben wir alle 17 Pinguinarten am Standort gesehen.
Soweit der Plan, wir werden sehen, was unsere Ziele im Einzelnen von den Wetterbedingungen hergeben...
Es bleiben zahlreiche Seetage für Vorträge und Austausch mit Freunden von früheren Reisen mit der Charcot - dies ist jetzt seit 2021 unsere siebte Reise mit diesem tollen Eisbrecher - und natürlich mit unseren Lektoren, wo sich auch schon viel kollegialer Austausch und Freundschaft entwickelt haben. Unser Kapitän wird wieder Stanislas Devorsine sein, der erfahrenste Eisbrecher Fahrer der ganzen Antarktis! Brauchen wir auch, denn unsere Route ist Neuland durchs antarktische Meereis. Und hurra, Florence Kuijper ist wieder unsere EL!
Wir sind jedenfalls voller Vorfreude und schon mächtig gespannt wie die Reise werden wird...!!!

Hobart Hafenansicht: Fischereihafen. Foto AK
15.-16.2.: In Hobart haben wirt tolles Wetter: Sonne und 21-25°C: nach Dusche und 3h Schlaf gehen wir was essen und schlafen dann von 21 Uhr bis 8:30 morgens durch. Um 10:00 starten wir die Museumstour. Erst zur Replika der Mawson Hütte, so wie sie auch restauriert in der Antarktis steht, dann ins Tasman Museum & Art Gallery zur Antarktis Ausstellung und zur Tasmanischen Uni am Hafen, die dort seit 2011 ein großes Institut IMAS (centre of excellence: institute for marine and Antarctic studies) für Antarktisforschung betreiben. Ein sehr großzügiger Neubau!

Louis Bernacchi, der tasmanische Fotograf auf Borchgrevink's und später auch Scott's Expeditionen steht in Bronze am Hafen. Mawson's Hütte als Replika nicht weit davon. Fotos AK

Rags, ein pensionierter Mitarbeiter des Australian Antarctic Survey, erklärt uns Mawsons Hütte und das Leben der 18 Expeditionsteilnehmer in dieser Enge und Kälte. Mitte: Blick in die 1,5 qm große Dunkelkammer Frank Hurleys (1911-14), der solche ikonischen Fotos auf Glasplatten von der Shackleton Expedition (1914-15) aus der Antarktis mitgebracht hat. Die hier gezeigten Kameras sind Laufboden- und Reflextypen aus den >1920er Jahren. Fotos: links und Mitte AK, rechts Frank Hurley
Am Eingang des IMAS wacht eine Kopie der Büste Roald Amundsens. Das Original steht vor der Koldewey Station in Ny-Alesund auf Spitzbergen. Foto: RK
Die Luftaufnahme von Hobart steuerte eine gute Freundin bei, die selbst Hobby-Pilotin ist. This beautiful aerial shot was given to me by CF for publication...
17.2.: Tag eins der Schiffsreise - Im Hafen müssen wir erst durch den Zoll wegen der Ausreise. Einschiffung für 196 Paxe ab 16:00. Das Wetter wird immer toller, jetzt sind es schon 30°C - wir schaffen nachmittags die 33°, sagte unser Taxifahrer. Um 17:00 ein kühler Drink in der Bar auf Deck 9. 17:30 Sicherheitseinweisung obligatorisch für alle. 19:15 ablegen, jetzt regnet es und die Sicht ist nix mehr für Fotos, schade. 19-20:00 Wir essen zu Abend. Prima das Beef Wellington und dazu ein kühles Bier. 20:00 Parkas anprobieren. 20:15 Noch ein Helles an der Bar Deck 9, um den Flüssigkeitsverlust des Tages auszugleichen. 21:30 Dusche und Bett. Sobald wir von der Küste wegkommen, so gegen Mitternacht, fahren wir in einen ehemaligen Sturm mit 5m hohen Wellen hinein. Wir räumen vor dem Schlafen gehen alles weg, was umfallen könnte. Die Außendecks und Balkone werden geschlossen...
18.2.: Die Nacht bleibt ruhig, die Charcot rollt & stampft minimal, wie vom Kapitän angekündigt. Die See hat immer noch 5m Wellenhöhe, der Himmel ist meist bedeckt, es sind nur ganz wenige Seevögel unterwegs. Königs- und auch Wanderalbatros haben wir gesichtet. Der Kapitän meldete gerade noch 1100 sm bis zur Eiskante. 200 sm haben wir hinter uns. Samstag früh morgens sollten wir das Eis erreichen. Die Gesamtstrecke von Hobart bis zum antarktischen Festland oder der vorgelagerten Insel Dumont d'Urville beträgt etwa 2.700 km.

Sieht erstmal harmlos aus von Deck 5, aber zwischen den 5 Meterwellen kommt dann auch immer mal was Größeres. Das hat uns beim Lunch auf Deck 9 die Teller vom Tisch gewischt und der Swimming Pool ist auch übergelaufen... Fotos: AK
Man glaubt es kaum: 20:30 kommt die Sonne kurz raus. Jede Menge Wetter auf dieser Überfahrt. Foto: AK mit Samsung Galaxy durch die Scheibe der Lounge auf Deck 9
Gegen Abend wird der Wind stärker und das Wetter wieder schlechter. Bis Samstag soll sich der Wind aber legen, so die aktuelle Vorhersage bei windy.com. Wir kreuzen halt die "Roaring Fourties", dann die "Furious Fifties" und kommen in die "Screaming Sixties."
19.2.: Diese Nacht stellen wir die Uhren eine Stunde zurück. Wir sind morgens bei 51°S und damit in den "Furious Fifties" unterwegs. Das Wetter bietet immer den gleichen Wind aus der südpolaren Zirkulation (dunkelblau), die im Uhrzeiger Sinn um die Antarktis bläst und so eine gigantische Meeresströmung induziert:
Wind und Wellen kommen immer von Steuerbord. Foto: RK von der Brücke aus
Überraschung abends um 22:10: während ich schon in Morpheus Armen liege, weckt mich Renate mit dem Satz, "der Kapitän hat gerade Polarlichter gemeldet." wir sehen sie weißlich durchs Balkonfenster. Raus können wir nicht, alles verrammelt. Der Kapitän stoppt das Schiff und Renate geht auf Deck 8 auf die Brücke. Zwischenzeitlich wird auf Deck 9 die Observation Lounge nach draußen geöffnet, was wir nicht wissen. Da hätte ich mein Stativ windgeschützt aufbauen können... Der Stopp bringt aber nicht viel, wir haben immer noch 3m Wellen, aber der Wind hat auf 5-6 Windstärken nachgelassen. Die Schiffsbewegung macht Stativfotos mit den erforderlichen 1-2 sec. schwierig. Aber immerhin unsere erste Aurora australis seit vielen Jahren...
Die I Phone Besitzer waren cleverer als ich. Daher haben die Reisegenossen Tony und Karen mir mit zwei Bildern ausgeholfen, die ich hier gerne dankbar präsentiere:


Zwei Fotos der Aurora australis von Anthony Leung und Karen Ng!
20.2.: Um 5 Uhr weckt mich ein roter Himmel. Für 5:27 ist der Sonnenaufgang am Informationsbildschirm angegeben. Wir sind mit guten 15 kn nach Süden unterwegs. Da die See deutlich ruhiger geworden ist, haben wir heute volles Programm. Vorstellung des Expeditionsteams, diverse Vorträge (Kapitän und EL erklären was sie vorhaben, aber alles wird am Eis und Wetter hängen), Stiefelausgabe und abends das verspätete Galadiner. Alle Fenster sind mit einer Salzkruste verschmiert, da ist in den nächsten Tagen für die Crew viel Arbeit angesagt: Brücke, Lounges auf 5 + 9, wie auch der Umlauf auf Deck 5 (330m für den Frühsport) müssen vom Salz befreit werden. Dann kommen die Kabinenfenster dran. Auch da gibt es eine Hierarchie: zuerst die Suiten... :-), Nein unser Steward reinigt das Kabinenfenster schon Mittags.

Fotografenpech: schöne Wolken durchs Salzfenster, Salz überall, bis in die äußersten Ecken... Und die Außentüren sind immer noch verrammelt! Der Kapitän sprach in diesem Zusammenhang vom "eingesperrt sein", zu Recht.
So die Fenster sind bis heute Nachmittag alle geputzt und wir haben auch seit 11:00 wieder "Freigang" auf allen frisch geputzten Außendecks. Heute Abend gibt es nochmals die Chance auf Aurora australis, so die Wolken aufreißen ? Warten wir es ab und hoffen das Beste. Stativ und Kamera sind diesmal bereit... Ja, Pustekuchen, abends stürmt es wieder und die Wolken hängen tief...
21.2.: Heute irgendwann spät könnten wir das Eis erreichen, mal sehen... Beim Eisbrechen unterliegen wir den IAATO und den noch strengeren TAAF (French Southern and Antarctic Lands) Regeln: Das Festeis (also das ans Land angefrorene) gilt als Habitat für Robben und Pinguine und darf nicht gebrochen werden. Daher ist aktuell fraglich, ob wir die Commonwealth Bay und damit die Mawson Hütte überhaupt erreichen können. Weiter draußen liegendes Pack- und Treibeis dürfen wir befahren. Die Grenzen dazu sind derzeit trotz Satellitenfotos unklar, wir werden wahrscheinlich einen Aufklärungsflug mit dem Hubschrauber machen müssen.
Der Kapitän erklärte in seinem Vortrag, wie schwierig es sei, die Eiskarten zu lesen: sie sind mindestens ein paar Stunden alt, große Eisplatten lassen sich gut erkennen, aber in der Commonwealth Bay scheinen die Verhältnisse zwischen Fest- und Treibeis unklar. Der Wind (rechts) spielt auch eine große Rolle: er treibt das Treibeis. Bei der französischen Forschungsstation Dumont d'Urville pfeift es aktuell ganz gut bis zum Montag.
(aus A.Kostrzewa 2011)
Derzeit, um 7:00, ist der Himmel zu 100% bedeckt, das Meer relativ ruhig und wir fahren mit >15 kn weiter Richtung Süden. Für die 2.700 km Anreise von Hobart bis Commonwealth Bay muß man halt minimal vier Tage kalkulieren. Wir haben gestern am Spätnachmittag die Antarktische Konvergenz passiert und heute Morgen gegen 8:00 auch den 60sten Breitengrad Süd überqueren. Damit wären wir in der ozeanografischen Antarktis angekommen !

Ruhige See, wir machen Speed mit bis zu 17 kn... Foto: AK
13:15 treffen wir auf unseren ersten Eisberg...
Fotos: AK
Immer noch Samstag: Höre gerade (18:30) das Commonwealth Bay wegen Sturm morgen nicht geht, jetzt ist Dumont d'Durville, die frz. Antarktisstation etwas weiter westlich unser Ziel. Die Station selber dürfen wir nicht mehr besuchen, die haben schon auf Winterbetrieb umgestellt und können wegen diverser Ansteckungsgefahren keine Besuche mehr empfangen, weil sie ab jetzt für viele Monate auf sich allein gestellt sind...
22:2.: Wir haben den südlichen Polarkreis soeben überschritten, der hier im Adelieland ganz nah an der Küste verläuft und fahren einen Schlingerkurs zwischen großen Eisschollen und kleineren Eisbergen. Leider ist es nebelig. Wir wollen im Laufe des Vormittags auf der Gouverneursinsel mit den Zodiacs anlanden. Kapitän Devorsine kennt sich hier bestens aus, hat er doch viele Jahre den frz. Eisbrecher ASTROLABE befehligt, der die Versorgung der Station gewährleistet. Der ist übrigens auch hier hin noch unterwegs und wir werden ihn wahrscheinlich treffen. Die letzten drei sm sind nicht kartiert und so schicken wir ein großes, zweimotoriges Zodiac mit elektronischen Tiefenlot 500 m voraus, was direkt mit dem Navigationscomputer des Schiffs verbunden ist. Gleichzeitig wird die neue Kartierung allen Schiffen weltweit zur Verfügung gestellt, da die elektronischen Seekarten immer sofort aktualisiert werden. Das Expeditionsteam ist seit 8:00 draußen und sucht nach einem günstigen Anlandeplatz, lädt dann die Sicherheitsausrüstung aus und bringt uns - die erste Gruppe von 100 Paxen - gegen 9:40 an Land. Wir haben 1,5h zum Erkunden auf der Insel mit Blick aufs Festland, den antarktischen Kontinent. Die ersten (mausernden) Kaiserpinguine haben wir auch schon auf Fernglasdistanz auf diversen Eisschollen beobachten können. Es schneit in dicken Flocken.
Wir haben heute Zeit: nur 8 Mann im Zodiac haben eine ruhige Überfahrt, die Anlandestelle ist Wind geschützt.
Wir stapfen durch den Schnee zum vermeintlichen Aussichtspunkt auf die Station Dumont d'Urville (DDU) auf der Nachbarinsel, aber der Schnee verhindert die Sicht weitgehend.
Der Gneiss auf der Insel ist grobkörnig, eisenhaltig und etwa 1,7 Milliarden Jahre alt. Damit dürfte es sich um einen Urkraton ("Miniplatte") handeln, der sich an die Antarktis angelagert hat. Fotos: AK
Nachmittags haben wir noch den Stationsleiter der DDU, Nicolas Puvis, an Bord, der über das Stationsleben berichtet: Heute war die letzte Versorgungsfahrt der Astrolabe für die nächsten acht Wintermonate dort angekommen und beide Schiffe begrüßen sich, die Kapitäne sind befreundet. Wir haben heftigen Schneefall und der Wind frischt auf.
L'Astrolabe auf der letzten Versorgungsfahrt für die Station Dumont d'Urville. Foto: AK
Für Morgen sind nochmals die Commonwealth Bay und der Mertz Gletscher geplant. Mit den Zodiacs wird es bei 40 kn Wind nichts werden. Mawson Hut gilt ja als "The Home of the Blizzard": Sir Douglas Mawsons eigenhändiger Bericht über die Australasiatische Antarktisexpedition 1911–1914. Wir werden dann von Bord aus gucken, so richtig schön dekadent mit einem Drink in der Hand :-)
23.2.: Unser Weg zurück zur Commonwealth Bay wird durch eine unendliche Kette riesiger Eisberge begleitet. Die kommen vielleicht vom Mertz- und Ninnis Gletscher oder vom Cook Eisschelf.
Frühmorgens: eine Kette riesiger Eisberge begleitet uns bis zur Commonwealth Bay. Foto AK
9:30 In der Bay angekommen liegen wir 9 sm vor Cape Denison. Das Festeis ist hier noch 3m dick und darf sowieso nicht gebrochen werden, könnten wir auch nicht ! Fotos vom Cape gelingen wegen der flimmernden Luft nur leicht unscharf:
Cape Denison mit 500mm - irgendwo da verbirgt sich Mawsons Hut, gut das wir die schon in Hobart besuchen konnten. Foto: AK

Achtung in den linken Karten ist der Südpol oben... In der Windkarte ist Norden oben (Grafik AK)
17:30 wir erreichen den Mertz Gletscher. Die Gletscherzunge ist 80 km lang und 24 km breit. Die sichtbare Höhe beträgt 40-45m. Wir fahren in einen "Fjord"/Grabenbruch (engl. Rift) in der Mitte der Gletscherzunge ein, die schon kartografiert ist. Da kommen wir aber wegen dichtem Packeis auch nicht weiter.


Wir erreichen die Fahrrinne, die die Charcot schon 2023 kartografiert hat (Karte oben links), die ist aber nun vom Packeis blockiert. Fotos: AK
Bis hierhin und nicht weiter, der Kapitän dreht ab, damit wir uns hier nicht selbst in eine schwierige Situation bringen, es gäbe keine Hilfe, keinen größeren Eisbrecher, der uns freischleppen könnte. Kein unnützes Risiko eingehen! Foto: RK von der Brücke aus Den Kaiserpinguinen ist es egal, sie lieben die Eisschollen als Mauserplatz. Foto: AK

In der Nacht auf den 24.2. schippern wir Richtung Magnetpol, den wir abends erreichen wollen... Foto: AK von der Brücke aus
Bei Nacht: 6 Offiziere auf der Brücke und 6 Superscheinwerfer, die besonders das Eis aufleuchten lassen, sind nötig nachts bei so einem Sauwetter sicher zu navigieren: "gefährlich" sind größere Eisgrowler (so groß wie eine Garage) die kaum aus dem Wasser ragen und vom Radar nicht erfaßt werden können. Wenn wir die Midships erwischen, tut es einen dicken Bums und alle sind wach. Dem Schiff passiert nichts, in den Kabinen hört man das aber bis zum Heck, wo wir wohnen.
24.2.: Wir sind auf dem Weg zum südlichen Magnetpol, den wir zum Abendessen erreichen sollen. Der Kapitän berichtet gerade, dass der Magnetkompass schon zu spinnen anfängt. Kreiselkompass und GPS funktionieren natürlich. Gegen 19:15 wird dieses Ziel auf dem Helideck begossen werden.
Bis es soweit ist, haben drei Gruppen von fressenden Buckelwalen unsere Aufmerksamkeit verdient. Wir kommen sehr nah an eine Dreiergruppe heran und Kapitän Devorsine stoppt das Schiff für eine halbe Stunde. Super !
Buckelwale jagen auf Steuerbord neben dem Schiff: (oben, links) sieht man eher selten: die warzige Schnauze. Warum der eine (unten) mit dem Schwanz aufs Wasser schlägt, ist nicht ganz klar. Fotos: AK
Der magnetische Südpol ist der Punkt, an dem die Kraftlinien des Erdmagnetfelds zusammenlaufen, und der die Magnetnadel des Kompasses anzieht. Während der geografische Südpol der südlichste Fixpunkt der Erde ist und den Schnittpunkt der Erdachse mit der nördlichen Erdoberfläche markiert, bewegt sich der magnetische Südpol. Er ist nämlich an das Erdmagnetfeld gebunden, das seinen Ursprung im äußeren Erdkern hat, der aus geschmolzenem Metall besteht und Konvektionsbewegungen unterliegt. Auf der französischen Expedition von Dumont d’Urville in die Antarktis, an Bord der berühmten Schiffe L’Astrolabe und La Zélée, führte der Hydrograph Vincendon-Dumoulin die erste Berechnung der magnetischen Neigung durch, die es ihm ermöglichte, diesen Pol im Jahr 1838 zu lokalisieren.
Mit diesem senkrecht stehenden Kompass, einem sog.
Inklinationskompass, kann man die Feldlinien des Magnetfeldes an jedem Punkt der
Erde vermessen. Zeigt die Anzeige 90° nach unten, befindet man sich genau über
dem Magnetpol.
Alle sind happy, wir sind am Magnetpol ! Fotos: AK, 2xRK, KW Schulte
Text © Achim Kostrzewa & Fotos: AK ( ) & Renate Kostrzewa ( ) © ab 17.2.2026; kein Nachdruck erlaubt, Zuwiderhandlung wird verfolgt!

Disclaimer: wir haben die Reise, über die ich hier berichte, wie immer bei Polaris-Tours gebucht, selbst bezahlt und sind nicht von Ponant gesponsert,